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So gehen wir im Projekt "Arbeit 2020 in NRW" vor

Damit Betriebsräte die Chancen der Digitalisierung in ihrem Betrieb ergreifen können, unterstützen wir sie beim Start eines betrieblichen Dialogprozesses. Dazu stellen wir ein individuelles Projektteam mit Fachleuten aus Gewerkschaften und Beratungseinrichtungen zur Seite. Die Gewerkschaften bringen ihr Gespür und Wissen für die Anliegen von Betriebsräten und Beschäftigten mit und schaffen einen vertrauensvollen Rahmen. Die Beratungseinrichtungen begleiten den Prozess mit ihrem fachlichen Know-how und ihrer Erfahrung.

Das Projekt startet, sobald sich Betriebsrat und Unternehmensleitung mit dem Projektteam über folgende Punkte geeinigt haben:

  • Welche Ziele sollen innerhalb des Projektes verfolgt werden?
  • Wie soll im Rahmen des Projektes vorgegangen werden?
  • Welche Fachleute aus dem Betrieb sollten an dem Projekt beteiligt werden?

Ist das geklärt, schließen Betriebsrat und Unternehmensleitung mit dem Projektteam eine Kooperationsvereinbarung ab. Sie schafft den Rahmen für die weitere konstruktive Zusammenarbeit.

Abhängig von der Situation im Unternehmen und der vorher definierten Ziele sind unterschiedliche  Vorgehensweisen möglich. In einem Betrieb macht es Sinn, sich nur auf eine Abteilung zu konzentrieren. In einem anderen Unternehmen wird der Fokus auf abteilungsübergreifende Projekte gelegt. Unser Vorgehen im Projekt Arbeit 2020 in NRW geht auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Betriebe ein. Deshalb definieren wir die einzelnen Prozessschritte gemeinsam mit den Akteuren vor Ort.

Mehr über das Projekt und die Vorgehensweise erfahren Sie in unserer Projektbroschüre Industrie 4.0 im Betrieb gestalten – Das Projekt "Arbeit 2020 in NRW"

Typisch sind folgende Prozessschritte:

1. Bestandsaufnahme und Analyse

Wir starten mit einer Bestandsaufnahme. Dazu fragen wir:

  • Welche Veränderungen gibt es bereits durch die Digitalisierung?
  • Welche Auswirkungen zeichnen sich ab?
  • Gibt es eine Zukunftsstrategie für die Umsetzung von Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen?

Um hierauf Antworten zu finden, hat es sich bewährt, z.B. einen Betriebsrundgang und Workshops mit Betriebsrat und Unternehmensleitung zu organisieren und möglichst viele Beschäftigte zu befragen. Im Anschluss stellen wir Abteilung für Abteilung alle Informationen zusammen und erstellen auf dieser Basis eine Betriebslandkarte.

Symbole zeigen, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit

Klarer Überblick: Symbole zeigen, wie sich die Digitalisierung auf die Arbeit auswirkt

2. Auswertung und Handlungsansätze

Die Betriebslandkarte liefert nun einen klaren Überblick, auf dessen Basis der Betriebsrat und die Unternehmensleitung gemeinsam entscheiden können, wie gute und sichere Arbeit im Unternehmen gehalten und weiterentwickelt werden kann. In diesem Schritt profitieren Teilnehmer von Arbeit 2020 in NRW davon, dass sie

  • relevante Handlungsfelder kennen,
  • Veränderungsbedarfe identifizieren und
  • mögliche Gestaltungsansätze formulieren.

3. Zukünftige Zusammenarbeit

In der letzten Phase vereinbaren die Unternehmensleitung und der Betriebsrat, welche konkreten Schritte sie ergreifen möchten, um gute Arbeit in einem digitalen Umfeld zu gestalten. Idealerweise fixieren sie ihre Verabredungen in einer Zukunftsvereinbarung. Sie beschreibt, wie die identifizierten Gestaltungsziele in einem gemeinsamen und beteiligungsorientierten Prozess von den Betriebsparteien weiter bearbeitet werden.

Fragen zu unserer Vorgehensweise? Wenden Sie sich gerne an unser Projektteam.